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Weihnachten
steht vor der Tür
Egal,
welchen Rundfunk- oder Fernsehsender ich zur Zeit anschalte -
bevor
es zur Sache geht, sagt der Moderator oder die Moderatatin.:
Jetz,
wo Weihnachten vor der Tür steht... dann weiß ich
schon, nun
wirds
ernst! Meistens folgen irgendwelche praktischen Anweisungen,
wie
man diesem Umstand, dass da einer vor der Tür steht, gerecht
werden
kann.
Zum
Beispiel, indem man sich einen Spickzettel macht, mit all den Dingen,
die
es noch zu erledigen gilt, bevor Weihnachten mit der Tür ins
Haus
fällt.
Diese
Ratschläge stoßen bei mir auf taube Ohren. Mich
interessiert viel
mehr,
warum Weihnachten angeblich wochenlang vor meiner Tür rumsteht.
Wie
oft habe ich die Haustür ganz vorsichtig geöffnet, um
es ja nicht zu
verschrecken.
Aber da war nichts. Auch schnelles, unkontrolliertes
Öffnen
brachte nichts. Vor meiner Tür herrscht gähnende
Leere. Selbst
der
Blick durch das Schlüsselloch zeigte keine neuen Erkenntnisse.
Vielleicht
liegt es daran, dass ich die Tür zur falschen Zeit
öffne, dass
Weihnachten
nur abends, wenn es dunkel ist, vor meiner Haustür steht
und
wartet, dass ich ihm öffne.
Doch
da hat es bei mir ganz schlechte Karten. Meine Gartenpforte
ist
des Nachts verschlossen. Weihnachten müsste sich schon
über
den
Gartenzaun schwingen. Ob es nach der wochenlangen Türsteherei
noch
über so viel Kraft verfügt - ich bezweifle es...
©
Karin Rohner, 22.12.2007
...
ich glaub, es hat geklopft...
23.12.2007
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Christmas-Stress
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